Barcelona – mein Reisebericht

5 Tage lang habe ich die katalanische Hauptstadt unsicher gemacht. Barcelona mit seinen eineinhalb Millionen Einwohnern im engeren Stadtkern wird jedes Jahr von ungefähr sieben Millionen Touristen besucht, und das nicht ohne Grund.

Die vielen Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Casa Milà, die Sagrada Familia, das Museu Picasso, der Park Güell, der Fernsehturm Torre de Collserola, das Casa Batlló, im Barri Gòtic finden sich der Triumphbogen Arc de Triomf und der Parc de la Ciutadella, der auch als Stadtpark bezeichnet wird, machen die Stadt zu einer der interessantesten Europas.

Viele bereisen Barcelona nur für ein oder zwei Tage, aber es macht durchaus Sinn, sich ein bisschen mehr Zeit zu lassen für so viel Schönheit.

Besonders viel Spaß hat es mir gemacht, auch das ein oder andere Mal ein bisschen verloren zu gehen. Nur dadurch habe ich viele Plätze entdeckt, von denen ich davor nicht einmal wusste. Und wenn man dann doch mal nach dem Weg fragen muss, kann man sich fast immer mit Englisch durchschlagen.

Genächtigt habe ich in einem 3***Sterne Hotel namens Condado, nur ein paar wenige Gehminuten von der Avenida Diagonal und etlichen Cafes und Restaurants entfernt. Das Hotel selbst hätte meiner Meinung nach mindestens einen Stern mehr verdient. Die Ausstattung ist gehoben, die Bäder modernisiert. Die zweifache Ausführung der Fenster und die Klimaanlage ermöglichen eine Nachtruhe, wie sie nur selten in solch einer Großstadt zu finden ist.

Des Weiteren kann ich Ihnen nur wärmstens empfehlen, an einem Abend auf Tapas und spanische Delikatessen zu verzichten und dem im Sommer 2016 eröffneten Italiener Davalentina einen Besuch abzustatten. 5 Gehminuten von dem Hotel Condado entfernt, erwartet man Sie mit der landestypischen offenen und freundlichen Art und weiß Sie mit den verschiedensten Gerichten zu verzücken. Bei mir ist das vor allem mit den gefüllten Ravioli und dem Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern gelungen.

Natürlich können Sie auch in eine der unzähligen Eisdielen gehen, um sich dort eine Nachspeise zu holen.

Das mit Abstand beste Eis habe ich in der Oggi Gelateria in der Carrer Comtal im Barri Gòtic gegessen.

Die Eiscreme wird aus frischen und regionalen Produkten hergestellt, es gibt unter anderem zuckerfreies und laktosefreies Eis.

Ein ausgedehnter Spaziergang entlang des Strandes belohnt mit großartigen Bildern vom Meer, der Stadt und dem Sonnenuntergang. Eben diese Stimmung ist es, die einen inne halten und vergessen lässt, wie groß und laut die Stadt eigentlich ist.

Einer der Menschen, der diese Stadt mit am meisten geprägt hat, ist natürlich Herr Antoni Gaudí. Mit seinen Bauwerken hat er sich unsterblich und die Stadt absolut sehenswert gemacht. Bis heute versucht man vergleichbare Objekte zu finden, eine ähnliche Art der Architektur. Seine Bauwerke kann man besichtigen, am Besten ist es, dass man sich bereits vor Abreise die nötigen Eintrittspässe besorgt, so kann man sehr lange Wartezeiten und die eventuelle Enttäuschung durch das Wort „Ausverkauft!“ vermeiden.

Barcelona ist durch sein sehr gutes Bus- und U-Bahn-System besonders touristenfreundlich. Denn nach 10 bis 15 Kilometern an einem Tag, ist es oft eine Erleichterung, auf Öffentliche umsteigen zu können. Die T-10 Karten gibt es an jeder U-Bahn-Haltestelle für 9,95 Euro a 10 Fahrten mit beiden Verkehrsmitteln. Das Condado ist nur 1 Minute von einer Bushaltestelle entfernt, deren Buslinien im Abstand von 10 Minuten sowohl zum Park Güell hinauffahren, als auch ins Zentrum.

Egal in welchem Viertel man sich befindet, öffentliche Plätze und Parkanlagen gibt es überall in der Stadt, die zum Pausieren, Kaffee trinken und quatschen geradezu gemacht sind. Die Shoppingmöglichkeiten lassen Frauen- wie auch Männerherzen höher schlagen.

Vor allem das Gotische Viertel beeindruckt mit seinen verwunschenen Gassen, den kleinen sich ineinander verlierenden Sträßchen und der bunten Vielfalt. Ein historisches Haus reiht sich ans nächste, ebenso wie die Geschäfte. Second Hand Läden bieten Ihre Ware für einen festgelegten Kilopreis an und kleine Restaurants und gemütlich gestaltete Imbissbuden laden zum Verweilen ein.

So viel gibt es zu sehen, so viel zu bestaunen. Als Hobbyfotograf kommt man bei all diesen Motiven und Eindrücken nicht umhin, seine Kamera in der Hand zu tragen, es wäre die reinste Zeitverschwendung, sie zwischendurch wegzupacken.

Barcelona begeistert, ich glaube es hängt nicht unbedingt mit mir oder Ihnen zusammen, sondern mit der Stadt an sich. Die Geschichte, Kultur und Schönheit Barcelonas wird überdauern und, da bin ich mir sicher, noch sehr, sehr lange Menschen aus aller Welt begeistern und faszinieren.